Plattform „Unser Rohrspitz“

8 Vereine 5885 Unterschriften

 
 

25.02.2011 Hafenprojekt am Rohrspitz: Jetzt warten alle aufs Land

Im März will das Land entscheiden, ob der Rohrspitz-Ausbau erneut geprüft wird.

Gegner und Betreiber des neuen Salzmann Hafens haben den Winter über das Kriegsbeil begraben. Jetzt erhält das heiß diskutierte Bauprojekt im Natura-2000-Gebiet am Fußacher Rohrspitz erneut Zündstoff.
In der Umweltabteilung des Landes hat Mag. Andrea Gasser- Rosenberg alle Gutachten zusammengetragen. Abteilungsvorstand Dr. Reinhard Bösch kündigt noch im März den Bescheid des Landes an, ob für die Rohrspitz- Pläne eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sein wird.

Zur Erinnerung: Im Februar 2010 hat die BH Bregenz das Verfahren über einen groß angelegten Umbau der Freizeitanlage am SalzmannHafen eröffnet. Die Yachting Salzmann GmbH gab den geplanten Neubau ihres Res­taurants bekannt, sie will ein Klein- Hotel in das Gebäude integrieren, eine Tiefgarage für 220 Autos schaffen und eine zweite Tiefgarage mit 34 Bootsliegeplätzen anlegen. Die Gegner formierten sich umgehend auf der Plattform „Unser Rohrspitz“ und sammelten mehr als 5000 Unterschriften. Die heftigen Proteste trugen wohl dazu bei, dass die Landesregierung sichtbar auf die Bremse trat. Der Antrag von Naturschutzanwältin Katharina Lins, die eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für nötig hält, wird penibelst geprüft.

Prüfung "wird wohl kommen"

Seitens des Bauwerbers gibt sich Baumeister Michael Hassler inzwischen gelassen. Sowohl er als auch Lins hätten je nach Entscheidung des Landes die Möglichkeit zur Berufung. „Ich gehe davon aus, dass ein UVP- Verfahren kommen wird.“ Hassler wäre nicht einmal wild entschlossen, einen solchen Bescheid zu beeinspruchen. „Die Behördenvertreter haben seit vier Jahren Änderungswünsche an uns herangetragen, die wir eingearbeitet haben.“ Die Hürden von Umwelterheblichkeitsprüfung und strategischer Umweltverträglichkeitsprüfung habe man mit Bravour genommen. Nachdem die Hafenfläche durch die beabsichtigte Tiefgarage um mehr als 12,5 Prozent erweitert würde, dürfte die UVP unumgänglich sein. „Nur hätte das Land das schon vor Jahren wissen können“, merkt Hassler an. So hätten sich alle Beteiligten viel Zeit erspart.


Thomas Matt