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20.02.2010 ONLINE-NEWS: Höchst wehrt sich mit Studie

vol.at (Medienhaus Vorarlberg)vom 20.02.2010


Höchst - Die Gemeinde Höchst hat am Freitag schriftlich beim Nachbarn Fußach schwerste Bedenken gegen das geplante Bauprojekt am Rohrspitz angemeldet.

Die im Plan dargestellte FS Marina sei „für die auf dem Festland ausgewiesene Fläche viel zu groß“. Das öffnete Tür und Tor für spätere Verbauungen am Salzmann-Hafen. Höchst fürchtet weitere Bootstankstellen, ein vergrößertes Hotel statt der geplanten zwölf Doppelzimmer und andere „Vergnügungsattraktionen“. Höchst wendet sich entschieden gegen die geplante Änderung des Flächenwidmungsplanes von „FS Campingplatz“ in „FS Marina“, weil dieser Begriff „keinerlei Hinweis auf die konkrete Verwendung der beabsichtigten Baulichkeiten“ enthält.

Verkehrsbelastung

Auch die Verschiebung der derzeit gewidmeten FS „Camping“ nach Südwesten lässt eine weitere Verdichtung der Campingstellplätze befürchten. „Dies alles bewirkt eine Zunahme des Zubringerverkehrs und damit eine Beeinträchtigung des umliegenden und zu durchfahrenden Naturschutzgebietes.“ Aus all diesen Gründen wird Höchst einer Umwidmung der Flächen am Salzmannhafen nicht zustimmen und allenfalls rechtliche Mittel ergreifen. Um die zu erwartende Verkehrsbelastung benennen zu können, hat Bürgermeister Werner Schneider bei Besch und Partner in Feldkirch eine Untersuchung in Auftrag gegeben. Die Rohrspitz Yachting Salzmann GmbH plant bekanntlich, ein Mehrzweckgebäude mit Tiefgarage für 220 Autos und eine Bootsgarage für 34 Boote zu errichten. 22.000 Kubikmeter Aushubmaterial fallen an. Untersucht wurden mehrere Varianten des Abtransportes: Wählen die Lastwagen die Strecke via Fußach zur Harder Rheinbrücke, legen sie insgesamt 15.426 km zurück und hinterlassen 16 Tonnen CO2. Auf dieser Route über den Polderdamm herrscht gegenwärtig Fahrverbot. Wenn sie aber über Höchster Gemeindegebiet zur Rheinbrücke Hard fahren, müssen sie aufgrund der geltenden Tonnagebeschränkung viel mehr Fahrten bewältigen: 103.950 zurückgelegte Kilometer schlagen dann mit 83 Tonnen ausgestoßenem CO2 zu Buche. 40-Tonner wären nur 1725 Touren unterwegs, 18-Tonner müssen die jeweilige Strecke 5500 Mal bewältigen.


Thomas Matt