Plattform „Unser Rohrspitz“

8 Vereine 5885 Unterschriften

 
 

09.06.2016 TAGESPRESSE: Naturschutzbund fordert Prüfung der kumulativen Wirkung

Vorarlberger Nachrichten vom 09.06.2016

Naturschutzbund fordert die gesetzlich vorgeschriebene, aber bisher von der BH Bregenz am Rohrspitz noch nie erhobene Prüfung der kumulativen Wirkung.

Die Entscheidung sei noch offen, heißt es bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz zum Ausbau der Salzmann-Freizeitanlagen am Rohrspitz.
So wie die „Plattform-Unser-Rohrspitz“, betont auch der Naturschutzbund als deren Mitglied immer wieder, dass man gegen einen Um- oder Neubau `in etwa der bestehenden Betriebsgröße` nichts einzuwenden hätte.
Aber: Das derzeitige Kioskgebäude würde durch einen vielfach größeren Neubau ersetzt, ein komplettes SB-Restaurant. Weitere zwei üppige Dienstwohnungen und großzügige Büroräumlichkeiten (mit Balkon und Seeblick) kommen dazu. Auch eine Tiefgarage mit 166 Stellplätzen. Der Campingplatz wird um 2650 m2 erweitert.
Seit dem ersten Kiosk-Neubau von 1954 gab es rund 80 (auch immer wieder im Nachhinein!) bewilligte Bauverfahren. Lauter Einzelfall-Genehmigungen.

Wieviel ist genug?

Wo bleibt da die gesetzlich verankerte Auflage, die kumulative Wirkung zu prüfen und in die Entscheidungsfindung einzubeziehen?
In Vorarlbergs ältestem Schutzgebiet müssen die Gesetze endlich auch für alle gleich gelten.
Es darf einfach nicht sein, dass in einem auch international so bedeutenden Naturschutz-, Ramsar- und Natura2000-Gebiet womöglich eine „allerletzte“ politische Entscheidung im Namen des ominösen „Öffentlichen Interesses“ gefällt wird. Wir verweisen auf das Vorsorgeprinzip sowie auf die so viel zitierte „Enkeltauglichkeit“.