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25.02.2010 LESERBRIEF: Beobachtungen am Rohrspitz

Vorarlberger Nachrichten vom 25.02.2010

Zum Kommentar vom 23. Februar
Der Montagmorgen hatte für alle Besucher am Rohrspitz ein sehr vielseitiges Beobachtungsspektrum zu bieten: Mensch und Tier genossen die Ruhe und Weite dieser noch weitgehend intakten Naturlandschaft entlang des Bodenseeufers.
Höchster Bürger(innen) machten mit ihrer Anwesenheit bei der Verhandlung der Hotelanlage am Rohrspitz deutlich, dass bereits die bisherige Nutzung das verträgliche Maß überschreitet und jeder weitere Ausbau einen verantwortungslosen und unumkehrbaren Eingriff darstellt. Während sich Bürgermeister, Sachverständige und sonstige Beteiligte versammelten, wurden wir Bürger(innen) von mehreren "FL" und "CH"-Limousinen zur Seite gedrängt. Vielleicht gibt uns das einen Hinweis auf die von Redakteur Matt gestellte Frage, wie sich dieses Millionenprojekt rechnen solle. Nach dem gescheiterten Marinaprojekt in Rohrschach eröffnet sich hier, mitten im Naturschutzgebiet Rheindelta, die einmalige Chance, sich langfristig einen exklusiven Ruhesitz mit Seeblick und Yachtgarage zu sichern. Die positiven Sachverständigengutachten verheißen nichts Gutes für das Rheindelta. Aber die Gemeindevertretungen von Höchst und Fußach haben im Zuge der Flächenumwidmung die Möglichkeit zu zeigen, dass ein kostbares Naherholungsgebiet und die langfristige Erhaltung dieses Naturjuwels am See von höchstem öffentlichen Interesse sind. Niemand hat das Recht, sich auf Kosten der Allgemeinheit als "Alleinerbe" des Schutzgebietes am Rohrspitz einzusetzen. Mir persönlich erschiene das Thema geeignet, die Bevölkerung direkt über die Nutzung der Uferflächen abstimmen zu lassen.


Harald Albrecht