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06.09.2010 LESERBRIEF: Die Kunst des Weglassens, Teil 2

Vorarlberger Nachrichten vom 06.09.2010

zum Leserbrief von A.J.Kopf vom 2. September:
Absatz 2 § 4, Landesverordnung 2002 besagt: "Rechtmäßig bestehende Anlagen dürfen, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist, dem bewilligten Verwendungszweck entsprechend benützt oder betrieben und instandgehalten werden."
Herr A.J. Kopf versäumt allerdings zu erwähnen, dass der geplante Ausbau am Rohrspitz mit Bootsgarage (unter Öffnung des Hochwasserschutzdammes), Tiefgarage für 220 Autos, Kleinhotel im Ganzjahresbetrieb, etc. weit mehr ist als bloße "Instandhaltung".
Er versäumt außerdem zu erwähnen, dass die Rechtmäßigkeit der bestehenden Anlagen am Rohrspitz durchaus fragwürdig ist wenn man weiß, dass das Bauverbot bereits mit der Deklaration des Gebietes als Naturschutzgebiet 1976 (13/1976 § 3) bzw. schon im Rahmen der Seeuferschutzverordnung 1957 bestand.
Wer hier also auf das Gesetz pocht, müsste verlangen, dass die Rohrspitzanlage auf ihren Stand von 1956 (kleiner Holzbau-Kiosk ohne Camping und Hafen) zurückgebaut wird, und dass diejenigen, die den heutigen Bestand zu verantworten haben, vor dem Strafgericht belangt werden. Zumal wenn man weiß, dass ein anderer Hüttenbauer seine 1957 errichtete Hütte just wieder abbrechen musste.


Hans Schmiedinger