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14.10.2010 LESERBRIEF: Hochwasserschutz ja bitte, nein danke!

Vorarlberger Nachrichten vom 14.10.2010

Die Stellungnahme der Wasserwirtschaft zur geplanten Bootsgarage am Rohrspitz ist kritisch: Einbauten in bestehende Hochwasserschutzdämme werden nicht befürwortet. "Die Hochwassersicherheit als öffentliches Interesse hat hier erste Priorität."
Das zu sagen wäre eigentlich Aufgabe der Volksvertreter, doch der Fußacher Bürgermeister verkündet: "Die Gemeinde Fußach ist einverstanden."

Aber ist die Gemeinde Fußach wirklich einverstanden damit, dass ihre Hochwassersicherheit gefährdet wird, nur damit ein paar Bootseigentümer nicht so weit zum Klo laufen müssen? Und wenn ja, warum pumpt man dann auf der anderen Seite Millionen von Steuergeldern in eine neue und höhere Rheinbrücke, obwohl die bestehende, wesentlich niedrigere Rheinbrücke noch nie überschwemmt wurde?
Geht es hier wirklich um Hochwassersicherheit?

Wen vertreten unsere Volksvertreter? Wen vertritt der Fußacher Bürgermeister, wenn er sein Volk im Westen unter Wasser setzt, um es vom Osten her trocken zu legen?
An beiden Enden stehen Bauaufträge, und dazwischen ein Volk im Sumpf.
Mit welchem Recht nennt sich das noch Demokratie? 


Elke Wörndle