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19.07.2010 LESERBRIEF: Marina, Marina, Marina

Vorarlberger Nachrichten vom 19.07.2010

Obwohl diverse Protokolle, Gutachten und ein Hochwasserkonzept für die Tiefgaragen fehlen, die damit vorbereitete Öffnung des Hochwasserschutzdammes für einen privaten Bauwerber ein österreichweiter Präzedenzfall (und das Versicherungsrecht entsprechend problematisch) wäre, während die Ausdehnung des "FS Marina" auf den Hafenbereich unerklärt bleibt und der Begriff rechtlich unzureichend definiert und in Vorarlberg noch nie gebraucht wurde, obwohl die Gemeinde Fußach nunmehr die Abwicklung des Bauverkehrs über die Dammstraße durchs Naturschutzgebiet und den Ortskern hinnehmen müßte, und trotz der negativen Stellungnahme der Wasserwirtschaft im Rahmen der wiederholten Wasserrechtsverhandlung, stimmt die Fußacher Gemeindevertretung am 13. Juli 2010 erneut über die Umwidmung am Rohrspitz ab.
Naturschutzbelange bleiben immer noch völlig außen vor, und es wird zunehmend ersichtlich, daß die Fußacher Mandatare, deren Leitbild u.a. eine Bewußtseinsbildung in der Bevölkerung vorsieht, selbst massive Bewußtseinsbildung nötig hätten.

Denn offenbar fehlt nicht nur jede Wertschätzung für das eigene Naturschutzgebiet, sondern auch jeder Begriff von Demokratie.

Entsprechend unverändert bleibt das folgende Abstimmungsergebnis: Ohne jedes Angebot für eine Diskussion geben die gesamte FPÖ und 3 Mandatare der ÖVP ihre Stimme uninformiert, schweigend und obrigkeitshörig einem vorsintflutlichen Gewinnstreben aufkosten des Naturschutzes und der Gemeinde, die sie eigentlich zu vertreten hätten.


Elke Wörndle