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02.08.2010 Lärmverschmutzung

Wegen der ausufernden Privatfeierlichkeiten am Rohrspitz, beschlossen am 02.06.2010 Vertreter des Landes, des Naturschutzvereins Rheindelta und der anliegenden Gastronomiebetriebe Glashaus (Höchst) und Salzmann (Fußach) einige einschränkende Auflagen.
Herr Salzmann selbst jedoch beschallt in der Sommersaison jeden MI und SO - wider das Naturschutzgesetz¹ und die Gewerbeordnung¹ - das gesamte Gebiet mit Unterhaltungsmusik.
Vergangenen MI, 01. Sept. 2010, wurde aus einer Entfernung von ca. 600m noch um 23h ein Lärmpegel von 65 bis über 70 db gemessen!
Außerdem veranstaltete die Salzmann Yachting GmbH vom 29.07.2010 bis zum 01.08.2010 eine 4-tägige Großveranstaltung mit Partyzelt und Live-Musik. Die BH-Genehmigung wurde - zu spät und unvollständig - erst Anf. Juli beantragt, und erstaunlicherweise dennoch binnen 2er Tage - und ohne Rücksprache mit dem Naturschutz - erteilt. Doch dem nicht genug: Obwohl die BH-Genehmigung Live-Musik "nur" bis Samstag nachts (1h) vorgesehen hatte, gab es auch den ganzen SO noch PA-verstärkte Live-Musik.

¹ Vorarlberger Naturschutzgesetz LGBl 64/2002 § 12 "Im Naturschutzgebiet ist es verboten,
[...]
c) den Naturgenuss oder die frei lebenden Tiere durch Lärm, Lichteffekte oder andere Störungen zu
beeinträchtigen,
d) Veranstaltungen durchzuführen, mit welchen Störungen im Sinne der
lit.c verbunden sind,[...]"

² Gewerbeordnung 1994 § 112 (3) "Gastgärten [...] dürfen [...] betrieben werden, wenn [...] lautes Sprechen, Singen und Musizieren in ihnen vom Gastgewerbetreibenden untersagt ist [...]. Gastgärten, die sich weder auf
öffentlichem Grund befinden, noch an öffentliche Verkehrsflächen angrenzen, dürfen [...] von 9 bis 22
Uhr betrieben werden, wenn sie die Voraussetzungen des ersten Satzes erfüllen."