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Fünf Fragen zum Naturschutz

  1. Menschen verbringen gerne Zeit in der Natur und die Erlebnisse sind üblicherweise stark, unmittelbar und positiv. Wer achtet dabei auf die ökologischen Folgen unseres Handelns, die meist unbeabsichtigt und oft nicht direkt beobachtbar sind, zeitlich verzögert auftreten und deren Auswirkungen vielen Naturnutzern vermutlich unbekannt sind?
  2. Natur als Allgemeingut betrachtet wird von niemandem besessen und gleichzeitig von allen genutzt. Wer fühlt sich verantwortlich für etwas, das ihm nicht gehört und von den anderen ja auch mitgenutzt wird?
  3. Um verantwortungsvolles Verhalten von möglichst allen Menschen zu erzielen, können Verhaltensregeln aufgestellt werden, wie dies z.B. in Naturschutzgebieten der Fall ist (z.B. RespekTIERE deine Grenzen). Doch wer hält sich daran, v.a. wenn ein Verstoß nicht geahndet wird?
  4. Hinzu kommt, dass die Verhaltensregeln in einem Naturschutzgebiet meist aus Verzicht bestehen (Fahrverbot, Wegegebot, Ruhezeiten, Leinenzwang, etc.). Wenn ich sehe, dass sich andere z.B. nicht an vorgeschriebene Wege halten, wieso sollte ich es dann tun?
  5. Im Tourismus zählt die Natur oft nur in ihrer Funktion als Sportgerät und Hintergrundkulisse. Wenn wirtschaftliche Faktoren und persönliche Beziehungen im Vordergrund stehen, wer steht dann auf und tritt für das Überleben von Lebensräumen und Arten ein, deren Wert nicht mit Geld bemessen werden kann? Du?