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24.08.2016 Grabenkämpfe

grabenkämpfe
In den VN vom 22.08.2016 beschwert sich ein Lustenauer Ehepaar, dass sie den jüngst zugeschütteten Graben wieder aufreißen müssen. Begegnungen der 3. Art mit Gräben hatten mittlerweile schon viele Vorarlberger. Die wenigsten dieser Geschichten werden mit einem Lächeln erzählt. Beim eigenen Besitz ist schnell Schluss mit Naturschutz.
Hier muss noch viel Bewusstseinsarbeit geleistet werden. Für die Akzeptanz ist aber außerdem wichtig, dass dieselben Rechte und Auflagen für alle gleichermaßen gelten.

Und genau das ist am Rohrspitz wiedereinmal nicht der Fall:
Dort nämlich wurde ein Wassergraben öffentlichen Gewässers (blauer Streifen im Bild weiter oben) über eine Strecke von 100 m zugeschüttet um zusätzlichen Platz für den Campingplatz zu schaffen.
Der Grund ist nach wie vor im Besitz des österreichischen Bundes. Gewinnbringend genutzt wird er von der Salzmann Yachting GmbH. Wiedermal verloren hat bei diesem Deal die Natur.

Warum wurden nicht auch und insbesondere hier, in einem Natur- und Feuchtschutzgebiet, Wiederherstellungsmaßnahmen gefordert? Welches magische Ass haben Salzmanns im Ärmel, dass für sie unsere Gesetze nicht gelten? Und wieso sollte das Lustenauer Paar derart strenge Auflagen akzeptieren, wenn dieselben Behörden mit denselben Gesetzen bei anderen, besonderen Grundbesitzern viel kulanter sind?